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Agb Anwaltsvertrag Und Allg Mandatsbedingungen
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Fachkern: Agb Anwaltsvertrag Und Allg Mandatsbedingungen
- Klauselproblem (Agb Anwaltsvertrag Und Allg Mandatsbedingungen): AGB im Anwaltsvertrag und Allgemeine Mandatsbedingungen. Skill klaert die AGB-rechtliche Prüfung typischer Mandatsbedingungen Verguetungsklauseln Verzugsregelungen Verschwiegenheit Auflagen RVG-konforme Honorarvereinbarungen und Sondervorschriften der BRAO. Liefert Prüfraster.
- AGB-Weiche: Einbeziehung (§ 305 BGB), überraschende Klausel (§ 305c BGB), Transparenz (§ 307 Abs. 1 S. 2 BGB), Inhaltskontrolle (§§ 307-309 BGB), Rechtsfolge (§ 306 BGB) und Prozess-/Verbandsrisiko sauber trennen.
- Beleglogik: Originalklausel, Vertragsumfeld, Verwendungsnachweis, Verhandlungsspuren, Kundengruppe, Marktstandard und wirtschaftliche Wirkung als Matrix erfassen.
- Arbeitsprodukt: Klauselampel, Redline, Ersatzformulierung, Verhandlungsposition und gerichtsfeste Kurzbegründung mit Live-Check amtlicher Normenquellen.
Norm
- §§ 305-310 BGB.
- BRAO §§ 43, 49b zur Honorarvereinbarung.
- RVG.
Typische Klauseln
Honorar
- Honorarvereinbarung in Textform (§ 3a RVG) erforderlich.
- AGB-Klauseln müssen Pauschalierungen und Mindesthonorare klar darlegen.
Auslagenpauschale
- Pauschalierte Telekommunikationskosten - Verifizierung der Anforderungen.
- BGH IX ZR 119/14 zur Anwaltshonorarvereinbarung.
Haftungsbeschraenkung
- § 52 BRAO: in vorformulierten Mandatsbedingungen ist eine Haftungsbeschraenkung nur für einfache Fahrlaessigkeit und nur bis zur vierfachen Mindestversicherungssumme zulässig (§ 51 Abs. 4 BRAO; Mindestversicherungssumme 250.000 Euro pro Versicherungsfall, somit Obergrenze in AGB 1 Mio. Euro); § 51a BRAO regelt demgegenueber die Berufshaftpflicht von Berufsausuebungsgesellschaften.
- Hoehere Pflicht bei groberen Faellen.
Verschwiegenheit
- Im Anwaltsvertrag zwingend (§ 43a Abs. 2 BRAO).
Prüfraster
- Honorarvereinbarung formgerecht?
- RVG-Konformitaet?
- Haftungsbeschraenkung im Rahmen § 52 BRAO (nur einfache Fahrlaessigkeit, max. vierfache Mindestversicherungssumme)?
- Beratungspflichten?